Die 5 größten Kreditkarten-Mythen, die man Ihnen erzählt hat

Jeden Tag begegnet man Menschen, die Ratschläge geben, besonders wenn es um Kreditkarten geht. Von Bloggern über Banker und Vielflieger bis hin zu Schuldnerberatern reicht das Spektrum, und die Liste wirkt endlos. Viele Einschätzungen fallen erstaunlich selbstbewusst und autoritär aus.

Das Problem dabei ist, dass viele dieser Informationen eigennützig sind oder im Widerspruch zu dem stehen, was wir eigentlich wissen. Das erzeugt Unsicherheit im Umgang mit Kreditkarten.

Kannst du dich an einige der Lügen erinnern, die dir über Kreditkarten erzählt wurden? Hast du sie geglaubt? In diesem Artikel finden wir heraus, welche dieser Aussagen Mythen sind und trennen Fakten von Fiktion.

Die 5 größten Kreditkarten-Mythen, die man Ihnen erzählt hat
Lügen, die dir über Kreditkarten erzählt wurden

1. Das Mitunterzeichnen eines Kredits hat keine Auswirkungen auf Ihre Kreditwürdigkeit

Sobald Sie einen Kredit mitunterzeichnen, sind Sie dafür mitverantwortlich. Viele Menschen erfahren das erst im Nachhinein. Wenn Sie für jemanden mit unterschreiben, der mit dem Kreditprodukt nicht verantwortungsvoll umgeht, wird dies automatisch Ihre Kreditwürdigkeit verschlechtern.

Wenn Sie ein gemeinsames Konto eröffnen, haften Sie ebenfalls für dieses Konto. Alle Aktivitäten über dieses Konto werden auf den Kreditberichten von beiden Kontoinhabern angezeigt. Wenn Sie für jemanden mitunterzeichnen und diese Person nicht zahlt, wird sich das negativ auf Ihre Kreditwürdigkeit auswirken. Der einzige Ausweg ist, diese gemeinsame Haftung zu beenden, indem eine Partei den Kredit umschuldet.

2. Die Überprüfung Ihrer Kreditwürdigkeit verschlechtert Ihren Score

Das ist ein Mythos; die Anforderung einer Kopie Ihrer Kreditwürdigkeit hat keinerlei Einfluss auf Ihren Score. Dieses Missverständnis führt oft zu Verwirrung, weil viele Menschen nicht zwischen „weichen“ und „harten“ Anfragen unterscheiden können. Zwischen diesen beiden Arten besteht ein feiner Unterschied.

Im Gegensatz zu weichen Anfragen, die Ihren Score nicht beeinflussen, wirken sich harte Anfragen tatsächlich aus. Solche Anfragen entstehen, wenn beispielsweise Banken oder Kreditgeber Ihre Bonität prüfen, um Ihnen eine Kreditkarte oder ein Darlehen anzubieten.

3. Das Begleichen einer alten Schuld erhöht Ihre Kreditwürdigkeit um 60 Punkte

Natürlich kann das Zurückzahlen einer alten Schuld Ihren Kredit-Score verbessern, aber wie stark, lässt sich nicht genau sagen. Es gibt spezielle Berechnungsformeln für den Kredit-Score, weshalb es schwierig ist, eine genaue Punktzahl vorherzusagen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass sich das Begleichen Ihrer Schulden auf Ihren Score auswirkt.

Die meisten Kreditkartenagenturen nutzen einen recht komplexen Algorithmus zur Berechnung des Kredit-Scores. Daher ist es nahezu unmöglich vorherzusagen, wie viele Punkte Sie gewinnen werden. Es ist generell empfehlenswert, einen gesunden Umgang mit Finanzen zu pflegen.

4. Schließen Sie alte Konten, um Ihre Punktzahl zu erhöhen

Auch wenn es zunächst sinnvoll erscheint, alte Konten, die Sie seit Jahren nicht genutzt haben, zu schließen, steigert das nicht unbedingt Ihre Kreditwürdigkeit. Im Gegenteil: Wenn Sie hier nicht aufpassen, kann es sogar negative Auswirkungen haben, da Ihre Kreditgeschichte dadurch verkürzt wird.

Ignorieren Sie daher diese Mythen über Kreditkarten, die Ihnen erzählt wurden. Wenn Sie Ihre Punktzahl wirklich verbessern möchten, sollten Sie lieber neuere statt alter Kreditkonten kündigen.

5. Ihr ethnischer Hintergrund, Alter und Familienstand beeinflussen Ihre Kreditwürdigkeit

Laut einer Umfrage der CFA glauben die meisten Menschen, dass ihr Familienstand und Alter ihre Kreditwürdigkeit beeinflussen. Andere wiederum denken, dass zur Berechnung ihres Kredit-Scores zuerst ihre Herkunft berücksichtigt werden muss.

Dies sind jedoch Mythen, denn Auskunfteien ist es untersagt, Geschlecht, Familienstand, Ethnie oder Religion bei der Berechnung von Kredit-Scores zu berücksichtigen.

Fazit

Einige der oben genannten Punkte sind wahrscheinlich Lügen, die dir über Kreditkarten erzählt wurden. Glaube also beim nächsten Mal nicht alles, was du hörst.

Recherchiere gründlich, und wenn du immer noch unsicher bist, rufe bei deiner Bank an, um mehr Klarheit zu bekommen. Es ist wichtig, sich von Mythen und schlechten Ratschlägen rund um Kreditkarten fernzuhalten.

Ethan Varela
Ethan Varela
Ethan Varela is a Certified Financial Analyst with over 15 years of experience in investment strategy, consumer credit, and personal finance education. Before launching his independent finance platform, Ethan advised Fortune 500 companies and high-net-worth clients at two top-tier investment banks. He’s passionate about breaking down complex financial topics into strategies everyday people can use to build real wealth. When he's not decoding credit reports or optimizing debt payoffs, Ethan’s probably hiking or hunting for vintage financial books no one reads anymore—but probably should.