Sollten Sie einem Händler erlauben, eine Kopie Ihrer Kreditkarte anzufertigen?

Wie oft am Tag geben Sie beim Online-Shopping Ihre persönlichen Daten oder Zahlungsinformationen ein? Heutzutage muss man diese Informationen in der Regel nur noch einmal eingeben, was den Kaufprozess deutlich schneller und einfacher macht. Dies spart Zeit und reduziert das Risiko von Fehlern bei der wiederholten Eingabe Ihrer Daten.

Die meisten Händler verfügen über Systeme, die darauf ausgelegt sind, es Ihnen möglichst einfach zu machen, indem sie die Kartendaten sicher für zukünftige Einkäufe speichern. Dies sorgt für reibungslose Zahlungen und erhöht die Bequemlichkeit beim Online-Shopping. Gleichzeitig tragen diese Systeme dazu bei, Ihre Daten bestmöglich zu schützen.

Das betrifft jedoch nicht nur Händler – auch Versorgungsunternehmen machen dies inzwischen genauso. Dadurch werden reibungslose Transaktionen gewährleistet, was auch für die Verbraucher praktisch ist. Doch was ist, wenn ein Händler eine Kopie Ihrer Kreditkarte anfertigen möchte? Sollten Sie das erlauben? Lesen Sie weiter, um es herauszufinden.

Sollten Sie einem Händler erlauben, eine Kopie Ihrer Kreditkarte anzufertigen?

Was die FTC sagt

Die Federal Trade Commission (FTC) hat zu diesem Thema Stellung genommen und erklärt, dass Unternehmen keine Kundendaten aufbewahren sollten. Der Vorbehalt liegt darin, dass Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sind, diese Informationen sicher zu verwahren.

Allerdings erkennen sie auch an, dass bestimmte Daten auf sichere Weise gespeichert werden müssen, zum Beispiel indem keine Papierkopien von Kreditkarten der Kunden angefertigt werden. Das Unternehmen kann spezialisierte Softwarefirmen beauftragen, die dabei helfen, die Informationen sicher auf den eigenen Servern zu speichern.

Was Bundesgesetze Sagen

Es gibt keine bestimmten oder ausdrücklichen Gesetze, die Geschäftsinhabern verbieten, Kopien von Kreditkarten zu besitzen. Allerdings könnte dies gegen die Vorgaben des Payment Card Industry Security Standard Council verstoßen. Dieser Rat ist dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass Kundendaten nicht in falsche Hände geraten.

Ausgabe der Kreditkartenunternehmen

Kreditkartenanbieter wollen die Informationen ihrer Kunden schützen.Wenn Geschäftsinhaber Kopien von Kreditkarten aufbewahren, können sie diese Sicherheit nicht gewährleisten.Deshalb werden die Anbieter Geschäftsinhaber bestrafen, wenn sie dabei erwischt werden, Kopien von Kundenkarten aufzubewahren.

Was die FTC Kunden rät

1. Leihen Sie Ihre Karte niemals an andere aus.

2. Stellen Sie immer sicher, dass Sie Ihre Karte(n) nach jeder Transaktion zurückbekommen.

3. Unterschreiben Sie niemals einen leeren Beleg.

4. Kontaktieren Sie den Kartenaussteller, wenn Sie Abbuchungen feststellen, die Sie nicht erklären können.

5. Vernichten Sie alle Kontoauszüge und Quittungen, nachdem Sie sie nicht mehr benötigen.

6. Melden Sie verdächtige Aktivitäten umgehend.

Payment Card Industry (PCI) Ansicht

Es liegt in der Verantwortung des Händlers, die Daten seiner Kunden sicher zu verwalten. Wer Kreditkartenkopien aufbewahrt, kann die Sicherheit dieser sensiblen Informationen nicht gewährleisten. Solche Kopien bieten keinerlei Schutz – weder für den Händler noch für den Kunden. Daher sollte auf die Speicherung von Kopien stets verzichtet werden.

Eine der Vorschriften besagt, dass Geschäftsinhaber keine sensiblen Informationen wie den CVV, die Kartenidentifikationsnummer (CID), den Magnetstreifen oder die PIN speichern dürfen. Genau diese Daten geben Sie jedoch preis, wenn Sie es einem Händler erlauben, Ihre Kreditkarte zu kopieren.

Fazit

Es gibt viele Risiken, wenn Sie einem Händler erlauben, eine Kopie Ihrer Kreditkarte anzufertigen und aufzubewahren. Ihre Daten könnten gestohlen und für illegale Zwecke verwendet werden. Ihre PIN, CVV und Kartennummer sollten niemals für irgendeinen Händler zugänglich oder angreifbar sein.

Ethan Varela
Ethan Varela
Ethan Varela is a Certified Financial Analyst with over 15 years of experience in investment strategy, consumer credit, and personal finance education. Before launching his independent finance platform, Ethan advised Fortune 500 companies and high-net-worth clients at two top-tier investment banks. He’s passionate about breaking down complex financial topics into strategies everyday people can use to build real wealth. When he's not decoding credit reports or optimizing debt payoffs, Ethan’s probably hiking or hunting for vintage financial books no one reads anymore—but probably should.